SINGLE | Christoph Sakwerda „Im Dunkeln“ | im Handel

Dafür, dass Christoph Sakwerda eher über Umwege zum Singen gekommen ist, sind die Songs des 23-jährigen eine Sensation. Vielleicht, weil der Newcomer aus Dessau die Dinge einfach sagt, wie sie sind. Mit einer Stimme, die ihresgleichen sucht und mit Worten, die von Herzen kommen und unter die Haut gehen.

Seine neue Single „Im Dunkeln“ (VÖ 18.11.) beschreibt den Kampf gegen die eigene Unsicherheit, sich nicht zu trauen zu sagen was man für jemanden fühlt. Man hat diese eine Person gefunden und ist sich seiner Gefühle sicher, ist aber nicht mutig genug das auszusprechen. „Was wäre wenn ich dir jetzt sage was du für mich bist, wären wir dann alles oder wär’ dann alles nichts?“ – Gefangen im eigenen Gedankenkarusell auf der Suche nach der Antwort, dem Licht, der Gewissheit. Die einzige Flucht daraus ist die Bitte an das Gegenüber, nicht „Im Dunkeln“ gelassen zu werden und zu sagen was sie empfindet. Gefühlvoll und ehrlich erzählt Christoph Sakwerda von genau diesem Dilemma, von seiner eigenen Schwäche.

Musik spielt im Leben von Christoph Sakwerda erstmal eine ganz andere Rolle. 1999 in Dessau geboren, beginnt er mit fünf Jahren, Geige zu spielen. Aber je älter er wird, umso uninteressanter scheint das Instrument. „Ich habe immer schon viel gesungen, aber auf der Geige konnte ich mich nicht selbst begleiten“, erinnert sich Christoph. Als seine Mutter in der Zeitung eine Annonce für das Stück „Die Zauberflöte“ am renommierten Anhaltischen Theater seiner Heimatstadt sieht, versucht Christoph sein Glück – und wird prompt angenommen.

Anschließend singt er in Bands und beginnt – mehr aus Langeweile – im Unterricht damit, eigene Texte zu schreiben. Mit 17 steht Christoph schließlich zum ersten Mal im Studio vor dem Mikrofon und auch solo auf der Bühne. Bei einem seiner ersten Auftritte im Kinderheim Dessau werden die Verantwortlichen der Stadt auf den Sänger aufmerksam. Christoph, der weder raucht noch Alkohol trinkt oder Drogen konsumiert und leidenschaftlicher Sportler ist, wird Teil einer großangelegten Anti-Drogen-Kampagne der Stadt Dessau. Das Ziel: Jugendlichen, die aus schwierigen Verhältnissen kommen, durch Musik und Sport eine Motivation zu bieten.

Inspiriert von HipHop-Größen wie Shindy oder CRO, die als einige der wenigen der Szene eigenständig und doch eingängig ihre ganz künstlerische Vision vorantreiben, beginnt Christoph außerdem, seine persönliche musikalische DNA zu entwickeln. Eine, die sich vor allem aus seiner Authentizität speist. „Wenn ich etwas sagen will, dann schreibe ich einen Song darüber. Ich bringe einfach nur die Dinge auf Papier, die mich beschäftigen“, sagt Christoph – und es scheint, als würde genau das auch viele andere Menschen beschäftigen, die genau die gleichen Gefühle und Wünsche, Bedürfnisse und Emotionen haben. Und in der Art und Weise, wie Christoph genau diese nicht nur aufschreibt, sondern auch singt, berühren sie ganz besonders. Nicht gekünstelt und prätentiös, sondern unmittelbar und direkt – eben genau so, wie man fühlt.
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Quelle: MCS Berlin