SINGLE | Baby Queen „These Drugs“ | im Handel

Die in Südafrika geborene und in London lebende Baby Queen, in deren Pass der Name Bella Latham steht, knüpft damit an die massiven Erfolge ihrer ersten Singles aus dem Jahr 2020 an, das sie erst im November mit dem Release ihrer „Medicine“-EP besiegelt hatte. Von Anfang an zwischen den Polen Pop und Anti-Pop unterwegs, lässt die umtriebige Songwriterin auch dieses Mal nichts anbrennen und läutet mit „These Drugs“ nur wenige Monate nach dem EP-Statement das nächste Kapitel ihrer Regentschaft ein – mit einem für sie besonders wichtigen Track…

Geschrieben habe ich dieses Stück, als es mir richtig mies ging, weil ich mir aus irgendeinem Grund einredete, ein schlechter Mensch zu sein, der genau genommen auch nichts Gutes verdient hat“, holt die 23-Jährige aus. „Es gab da so viele Wesenszüge an mir, die ich viel zu lange ausgeklammert hatte, und wenn man so einen Schmerz beziehungsweise eigene Fehler zu lange verdrängt, kann man damit so einen selbstzerstörerischen Teufelskreis auslösen – und genau das passierte bei mir auch. Ich finde es wichtig, ab und zu der Realität zu entfliehen, und jede*r von uns macht das auf seine/ihre Art, wobei manche Praktiken ganz klar weniger gesundheitsschädlich sind als andere. Mir war schon klar, dass es echt riskant war, dieses Thema so komplett offen in dem Songtext auszubreiten, aber andererseits wusste ich auch, dass ich diese Sache teilen musste, schließlich tragen wir alle unser Päckchen und haben mit irgendwelchen selbstzerstörerischen Tendenzen zu kämpfen. Ich will den Leuten zeigen, dass es einem wirklich besser gehen kann, wenn man sich dazu entschließt, diesen Weg zu gehen: Wer lernt, sich selbst zu mögen, alles an sich zu akzeptieren, auch die dunklen Seiten, der verspürt irgendwann gar nicht mehr den Drang, andauernd der Realität entfliehen zu wollen.

Auch das zeitgleich veröffentlichte Video zu „These Drugs“ kommentierte Baby Queen: „Die Idee zum Video basiert auf der ersten Textzeile, die zu meinen absoluten Lieblingszeilen gehört: ‘I don’t wanna do drugs anymore. If you saw me through the eyes of a bathroom stall, your skin would crawl’, heißt es da. Ich war total fasziniert von dieser Idee, einen Menschen gewissermaßen durchs Guckloch verschiedener Toilettenkabinen zu betrachten. Wenn sich jemand Aufnahmen von mir aus den ganzen Londoner Klos reinziehen würde, in denen ich schon war, dann wären da ein paar der euphorischsten Momente meines Lebens dabei – und auch ein paar der abgründigsten, dunkelsten. Genau das wollte ich einfangen im Video, und deshalb habe ich vier komplett unterschiedliche Toilettenkabinen gebaut, die für vollkommen unterschiedliche Energien und Geschichten stehen, und dann sollte sich darin alles wie von selbst entfalten“, so Bella. „Ich bin echt stolz auf dieses Video, weil die Regie dieses Mal Semera Khan übernommen hat, mein Creative Director-Genie bei Polydor, zusammen mit der grandiosen Saorla Houston. Ich glaube absolut an sie, finde sie unschlagbar gut, also fragte ich irgendwann: Warum macht ihr zwei das nicht einfach?! Warum machen wir’s nicht zusammen? Das war echt der beste Shoot, den ich je erlebt habe.“

Die Fangemeinde von Baby Queen wurde zuletzt immer größer, und auch aus den Reihen der Kolleginnen und Kollegen gab es jede Menge Lob für die Vorgängersingles. Neben Jodie Comer gehört inzwischen auch Newcomer-Sensation Olivia Rodrigo zu ihren erklärten Fans, die kommentierte: „Ich bin besessen von Baby Queen: Sie ist so krass, ich kann es kaum abwarten, ihre nächsten Schritte zu verfolgen.“ Courtney Love hingegen schrieb bei Instagram: „Texte SOO gut, Refrains SOO gut, Visuals SOO gut. Fuck YES!“ Seit Monaten als eine der spannendsten neuen Stimmen im (Anti-)Pop gehandelt, unterstreicht Baby Queen jetzt ihren Status als „one to watch in 2021“ mit dem neuesten Track „These Drugs“.
.

Quelle: We Share A Lot